Beziehung – ein wunderbares Geschenk!

Beziehung ist etwas Wunderbares. Ohne Beziehung gibt es kein Leben. Ohne Beziehungen gäbe es nur uns – wie langweilig! Leider wird Beziehung meistens falsch verstanden, weil nicht wirklich grundlegend durchdacht und deshalb im Wesentlichen nicht erkannt. Wir werden uns in diesem Artikel mit Beziehung in einem im wahrsten Sinne des Wortes umfassenden Zugang annähern. Dieser Artikel wird Ihnen dadurch helfen, die Beziehungsform der Partnerschaft, begleitet von einigen AHA!-Erlebnissen, wesentlich besser  zu verstehen. 

 

Alles Leben lebt in Beziehungen

Beziehung zwischen Mann und FrauAlles Leben ist auf etwas Anderes bezogen, ein Leben ohne Beziehung ist nicht möglich – zum Glück. Selbst ein Gebirgsmassiv wie beispielsweise der Himalaya steht in ständiger Beziehung. Gefaltet durch enorme Kräfte, steht es mindestens mit den Elementen Luft und Wasser fortwährend in einer sehr intensiven Beziehung. Die Pflanzen stehen ebenfalls in intensiven Beziehungen mit ihrem Umfeld – sie ernähren sich, sind auf Insekten oder den Wind angewiesen, damit sie bestäubt werden und stellen ihrerseits der Schöpfung beispielsweise Früchte bereit.

 

Die Beziehung des Menschen zu den vier Elementen

Bevor wir uns näher mit der Partnerschaft befassen, macht es vielleicht Sinn, sich der äusserst vielfältigen Beziehungen des Menschen bewusst zu werden. Wir sind mit der Natur verbunden, wir atmen die Luft, trinken und waschen uns mit Wasser, ernähren uns von Erzeugnissen aus dem Erdelement, haben das physische Feuer und das ätherische Feuer in unseren Herzen. 

 

Alles Leben ist miteinander verbunden

Es gibt einen Welleneffekt in allem, was wir tun; was unsere Mitmenschen und alles, was Leben hat, tut, und was wir alle gemeinsam tun, berührt alles und jegliches, das auf dem Planeten lebt, sich bewegt, atmet und Leben hat.

Wenn wir nachher auf eine Art der Beziehung eingehen, die Partnerschaft zwischen Menschen, sollten wir uns vergegenwärtigen, dass wir mit unserer Umwelt verbunden sind; nicht nur mit dem Partner oder Partnerin. Das heisst, wir stehen in Verbindung mit allem und allen und haben entsprechend auch Auswirkungen auf alle und alles. Deshalb ist es absolut empfehlenswert, sich innerlich – und auch äusserlich – zurückzulehnen, und sich die ganze Situation, in der man sich befindet, mitunter aus einer gewissen Distanz anzuschauen.

 

«From a distance…»

Ein Schritt zurück bedeutet mehr Übersicht, mehr Weitsicht, bedeutet den Druck aus einer Situation herauszunehmen, sich aus einer Blockade zu lösen. Dadurch kommen wir zu neuen Einsichten, sehen neue Wege, die wir beschreiten können. Aus der Distanz sieht man mehr. Ich kann mir das Ganze auch in einer Längsperspektive anschauen, wie lange ich beispielsweise schon in dieser Verkörperung lebe, wie lange sie vielleicht noch dauern wird, und dass die derzeitige Situation nur einen kleinen Ausschnitt in meiner Lebenszeit bedeutet, geschweige denn im Lichte der vielen Inkarnationen, die ich vielleicht schon hatte.

 

Die Bühne des Lebens und unsere Rollen – (Beziehungs-)Erfahrungen machen

Das Leben ist tatsächlich wie ein Theater. Wir haben unsere verschiedenen Auftritte, erfahren uns in verschiedenen Rollen – um zu lernen. Wenn ich mich dazu entscheide, das Leben als eine riesige Summe von Lerngelegenheiten zu sehen, bekommt alles, was ich erlebe, eine andere Note. Ich kann dann letztlich nicht genug vom Leben bekommen, weil es so spannend und so vielfältig ist. Und es ist eben wunderbar, wenn wir immer wieder irgendetwas Neues ausprobieren und uns an unseren Lernerfolgen freuen können.

 

Kurzfristiges Denken, kurzfristiges Leben, hetzen vs. Gelassenheit und innere Führung

Viele der Probleme, welche sich Menschen geschaffen haben, liegen in kurzfristigem Denken und Handeln ohne eine weitblickende Perspektive begründet. Das Fremdgehen oder der Seitensprung zum Beispiel, dessen Konsequenzen oft nicht wirklich überlegt werden – s. dazu unseren Blog – vor allem die Folgen für einen selbst, werden in der Regel falsch eingeschätzt. 

Diese kurzfristige Haltung und Sicht findet ihre Entsprechung in einem ständigen, oft unbewussten Gefühl des Gehetztseins, der inneren Unruhe, der ständigen Ablenkung. Dadurch entfernen wir uns immer mehr von unserer inneren Mitte, von innerer Ruhe und Gelassenheit. Erst in diesem Zustand aber hören wir die «leise Stimme» im Inneren, die Intuition, welche uns führt und leitet – wenn wir es zulassen. 

 

Die Beziehungsform der Partnerschaft verstehen

Auf dem Hintergrund der vorangehenden Überlegungen können wir eine Partnerschaft wesentlich besser einordnen. Auch wenn uns der Liebesschmerz und der Liebeskummer packen mögen, und man vor allem in der Pubertät meint, man müsste bei einem Verlust des Beziehungspartners sterben – oder so ähnlich jedenfalls –; ein Schritt zurück hilft da immer. Vielleicht braucht es auch ein gewisse Zeitlang Ablenkung, um sich die erforderliche Distanz zu verschaffen. Auch gerade hier sind wahre Freundinnen und Freunde sehr wichtig.

Sie helfen uns, aus dem Röhrenblick herauszukommen, mit etwas mehr Distanz die oft grossen Selbstzweifel, die sich aus einer Trennung ergeben, zu betrachten und sie einzuordnen. Und daraus zu lernen. Die Partnerschaft und vor allem die Ehe hilft uns, über uns zu lernen. Es ist eine höchst intensive Schule. Wir lernen uns kennen, wir lernen Qualitäten wie zum Beispiel wahrhaftige Toleranz zu entdecken. Wir können so viel Neues erforschen, wenn wir uns voll in eine Partnerschaft hineingeben. Wir haben die Möglichkeit, uns zu entwickeln, und können unserem Gegenüber ebenfalls zu Entwicklung verhelfen. 

 

Eine Familie gründen

Wenn wir uns für die Gründung einer Familie entscheiden, haben wir vielleicht das Glück, Kinder zu bekommen, die uns anvertraut werden, das heisst neu verkörperte Lebensströme in unserer Mitte willkommen zu heissen und mit ihnen zu wachsen. Es versteht sich von selbst, dass es schade ist, wenn diese Prozesse zum Beispiel durch eine Trennung oder eine Scheidung abgeschnitten werden. Den hohen Scheidungsraten zum Trotz – die Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen dürfen oder letztlich auch müssen, sind nicht erledigt, wenn wir einfach den Partner auswechseln. So einfach ist es nicht. Ja, es kann sein, dass man für einen dauerhafte Verbindung nicht den richtigen Partner oder die richtige Partnerin hat.

Deshalb ist es wichtig, sich wirklich kennen zu lernen, bevor man sich für eine längerfristige Beziehung entscheidet. Nicht von ungefähr schrieb schon Friedrich Schiller in seinem Gedicht Das Lied von der Glocke «Drum prüfe, wer sich ewig bindet ob sich das Herz zum Herzen findet.» Es ist auch möglich, dass sich die Beziehung aus nicht vorhersehbaren Gründen sehr negativ entwickelt. Generell wird aber heute viel zu schnell getrennt oder geschieden, womit zwar im Moment die Lektion hinausgeschoben werden kann, aber gelernt werden muss sie früher oder später trotzdem – ob in dieser Verkörperung oder in der nächsten. 

 

Die Beziehung im Alltag – und die Würze!

Wenn wir uns entscheiden, mit jemandem einige Schritte auf unserem Lebensweg zu gehen, dann muss uns wirklich – und nicht nur mental – bewusst sein, dass wir mit einem Menschen unser Leben teilen, der von uns verschieden ist, und dass wir deswegen mit ihm zusammen sind. Jede Beziehung bedeutet Toleranz, was nicht gleichbedeutend ist mit alles für okay erklären, was der Partner tut. Wenn zum Beispiel ein Partner raucht, dann muss sich der oder die andere nicht dem Rauch aussetzen. Rauchen ist in mehrfacher Hinsicht ausgesprochen schädlich, für die meisten Menschen tödlich. Und dass ich mich da nicht auch noch selbst schädigen möchte, ist nicht nur verständlich, sondern auch sinnvoll. Im Gegenteil: Hoffentlich entschliesst sich der rauchende Partner, sich von dieser Sucht zu befreien – das ist aber immer seine Entscheidung. 

Toleranz beginnt dort, wo der andere nicht die gleichen Bedürfnisse, andere Vorlieben hat. Und es ist präzise Toleranz, was dazu führt, dass man nicht die eigene Sicht, das eigene «Ding» durchsetzen will, sondern die Voraussetzung für ein Miteinander ist. Das Herausfinden von Wegen, wie beide auf ihre Kosten kommen, ist eine sehr spannende Herausforderung. Die Leitfrage, die sich stellt, ist:  «Wie gelingt es mir, meinem Partner oder meiner Partnerin das Leben zu erleichtern, ihn oder sie zu fördern und zu unterstützen.» Wenn dies gelingt – und es wird gelingen, wenn beide es wahrhaftig wollen –, ist die individuelle und gemeinsame Freude umso grösser. 

 

Himmlisch und darüber hinaus!

Wenn die Partner diese Haltung der Toleranz, der gegenseitigen Förderung, des Füreinander-Daseins leben, gibt es keine Grenze, was ein Paar erreichen kann. Ist es nicht wunderbar, wenn man wieder einen Schritt in der Partnerschaft, oder in der längerfristigen Verbindlichkeit einer Ehe gemacht hat, individuell und zusammen etwas gelernt hat, sich von alten Verstrickungen befreit hat und zusammen weitergeht, zu neuen Ufern, neuen Horizonten und zusammen etwas Neues hervorbringt? Das kann eine Familie sein, zusammen ein Unternehmen zu gründen, was auch immer ein Paar sich als Ziel setzt, es kann erreicht werden.

Natürlich geschieht das nicht von selbst. Das wäre nicht nur unmöglich, sondern auch langweilig. Ein hohes Ziel zu erreichen erfordert ein hohes Mass an Verpflichtung und Engagement, vor allem aber ein konstantes Dranbleiben. Das mag zwar unbequem sein, aber es ist eine Tatsache des Lebens. Von nichts kommt nichts, umsonst ist der Himmel auf Erden nicht zu haben. Das Leben ist in der Tat eine unendliche, wundervolle Geschichte. Und jeden Tag schreiben wir eine neue Seite. Wir entscheiden dabei, welche Farben wir verwenden. Es liegt an uns – wir haben die Freiheit der Wahl. 

 

Es beginnt mit dem ersten Schritt – Ihre Beziehungsprobleme sind lösbar!

Bevor man allerdings den Himmel berühren kann, muss man zuerst die ganz konkreten und praktischen Probleme angehen. Das e-Book «Löse Deine Beziehungsprobleme – und werde wieder glücklich» gibt Ihnen konkrete, praktische Tipps und Umsetzungsvorschläge, wie Sie Ihre Beziehungsprobleme anpacken und lösen können. Dies sind vielleicht die ersten Schritte hin zu einer Beziehung, in der Sie nicht nur wieder beginnen zu träumen, sondern in der die Realität ihre Träume übertreffen wird!

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